Frage des Tages
Wieviel % liefert der Iran an fossiler Energie an China?
10% - 30% - 50% - 70% - 90%
Die Antwort findest du im Bereich Quick-Check
Mein Gespräch der Woche
#153 Janine Steeger - Bildung und Nachhaltigkeit
In diesem Gespräch sprechen Janine und ich über die Kraft von Bildung und ihre zentrale Rolle für eine nachhaltige Zukunft. Wir gehen der Frage nach, warum Bildung nicht erst in der Schule beginnt, sondern bereits in der Kindheit, im Elternhaus, in Haltung, Sprache und Vorbild. Begeisterungsfähigkeit und Empathie sind dabei keine weichen Faktoren, sondern grundlegende Werte, die unsere Gesellschaft prägen.
Wir diskutieren, warum Nachhaltigkeit nicht als Zusatzthema behandelt werden darf, sondern im Bildungssystem fest verankert sein muss. Das »neue Normal« bedeutet, Zukunftskompetenzen wie Resilienz, Problemlösungskompetenz und systemisches Denken selbstverständlich zu vermitteln. Denn die Herausforderungen unserer Zeit verlangen nicht nur Wissen, sondern die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen und aktiv Lösungen zu entwickeln.
Hör doch oder schau doch mal rein!
Hier sind die Links zum Podcast und seinen Snippets!
Abonniere sehr gerne, teile und kommentiere! Ich freue mich auf dich!
Spotify: https://open.spotify.com/show/0NUvvcweDOrPFQFaWTtMEl
Apple: https://podcasts.apple.com/ch/podcast/esg-talk-podcast/id1682453395
QUICK-CHECK
»USA bombardiert Iran: Warum fossile Energie Kriege befeuert«
USA bombardiert Iran: Warum fossile Energie Kriege befeuertSeit dem 28. Februar 2026 bombardieren die USA gemeinsam mit Israel den Iran. Ist die fossile Abhängigkeit ein Kriegstreiber oder geht es um reine Machtpositionierung?
Der Nahe Osten besitzt 48% der weltweiten Ölreserven und 38% der Gasreserven. Der Iran allein verfügt über die zweitgrößten Erdgasreserven der Welt. Diese Ressourcen sind nicht nur wirtschaftlich wertvoll – sie sind strategische Machtinstrumente.
Markus Lanz und Richard David Precht sprechen in ihrer aktuellen Podcast-Folge (#235: »Angriff auf den Iran: Ein gerechter Krieg?«) von einer gefährlichen Eskalationsdynamik, die tief mit fossilen Energieinteressen verwoben ist. Ich erfahre in dieser Folge, dass China 90% seiner fossilen Energien aus dem Iran bezieht und eine Einigung zum iranischen Atomprogramm in greifbarer Nähe war. Der Iran könnte mit seinen Rohstoffen – dürfte er denn frei agieren – ein weiterer machtvoller Akteur auf der Weltbühne werden.
Die aktuelle Eskalation ist mehr als ein militärischer Konflikt. Sie ist auch für mich ein Lehrstück über die geopolitische Sprengkraft fossiler Abhängigkeiten.
Sobald ein Krieg die Straße von Hormus berührt – einen der wichtigsten Engpässe für Öl und Flüssiggas weltweit – reagieren nicht nur Armeen, sondern auch Märkte, Lieferketten und Energiepreise. Nachbarländer sind bereits betroffen. Was hat der Iran zu verlieren?
Reuters berichtet, dass der Konflikt inzwischen massive Folgen für Energieflüsse, Schifffahrt und Märkte hat. Benzin und Diesel sind teurer geworden, die Kapitalmärkte verlieren, die US-Währung verteuert sich stündlich. Der US-Kongress streitet bereits offen über die Rechtmäßigkeit und Ziele dieses Einsatzes. Die Folgen sehen wir bereits jetzt: Öl und Gas verteuern sich, die globale Wirtschaft zittert, Tourismusindustrie und Fluggesellschaften verlieren Umsätze, die Unsicherheit steigt.
Stell dir vor, unsere Energie käme zu 100% aus Sonne, Wind und Wasser. Dezentral. Regional. Unabhängig. Keine strategische Abhängigkeit von Öl- und Gasförderländern. Keine Kriege um fossile Ressourcen. Weniger geopolitische Erpressbarkeit. Wäre die Welt perfekt? Natürlich nicht. Es würde neue Herausforderungen geben – seltene Erden für Batterien und Windräder werden das nächste knappe Gut. Nicht, weil sie tatsächlich selten sind, sondern weil sie selten abgebaut werden – und der Abbau alles andere als subtil ist. China hätte eine klare Machtposition. Doch wäre es mit der Zeit fairer?
Tatsache bleibt: Diese Rohstoffe würden nicht verbrannt, sondern im besten Fall recycelt. Das wäre doch mal ein Unterschied.
Würde eine Welt mit deutlich mehr erneuerbaren Energien automatisch friedlich? Wahrscheinlich nicht, aber sie wäre sehr wahrscheinlich weniger erpressbar über fossile Rohstoffe, Tankerrouten und petrostrategische Abhängigkeiten. Genau darin liegt der sicherheitspolitische Kern der Energiewende. Sie ist nicht nur Klimaschutz, sie ist auch Krisenvorsorge.
Quellen:
https://podtail.com/podcast/lanz-precht/-235-angriff-auf-den-iran-ein-gerechter-krieg/
https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-03/angriff-usa-iran-israel-rekonstruktion-ueberblick
https://www.unendlich-viel-energie.de/themen/wirtschaft/energieimporte-abhaengigkeit
https://www.iea.org/reports/renewables-2025/renewable-electricity
Female Empowerment
»Frauen regieren die Welt«
Heute lasse ich mal die KI sprechen. Ich habe Chat GPT und Claude gefragt: Stell dir vor, die Mehrheit aller regierenden Politiker wären Frauen auf dieser Welt. Stell dir vor, die Mehrheit aller Unternehmer wären Unternehmerinnen auf dieser Welt. Stell dir vor, der Kapitalmarkt wäre zur Mehrheit von Frauen geführt. Stell dir also vor, aus einem Patriarchat wird ein Matriarchat in allen Positionen dieser Welt. Wie würde die Welt heute aussehen in Bezug auf Wirtschaftlichkeit, Klimawandel, Biodiversitätsverlust und Kriege?
ChatGPT:
- Wäre sie wirtschaftlich schwächer? Wahrscheinlich nicht. Studien der Harvard Business School und von McKinsey zeigen seit Jahren, dass Unternehmen mit diverseren Führungsteams häufig bessere Entscheidungen treffen und langfristig stabiler wirtschaften.
- Wären wir beim Klimaschutz weiter? Möglicherweise. Analysen der Vereinten Nationen zeigen, dass Länder mit höherer politischer Beteiligung von Frauen oft ambitioniertere Umwelt- und Klimapolitik verfolgen. Wäre Biodiversität stärker geschützt? Vielleicht. Frauen sind weltweit überdurchschnittlich häufig in lokalen Umweltinitiativen, Wasserprojekten oder landwirtschaftlichen Gemeinschaften aktiv.
- Natürlich führen nicht Männer Kriege, weil sie Männer sind. Kriege entstehen aus Machtinteressen, geopolitischen Konflikten und ökonomischen Abhängigkeiten. Doch Studien zur Friedens- und Konfliktforschung zeigen etwas Interessantes: Wenn Frauen an Friedensverhandlungen beteiligt sind, halten Abkommen statistisch länger. Laut UN Women steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Friedensvertrag mindestens 15 Jahre hält, deutlich, wenn Frauen an den Verhandlungen beteiligt sind.
- Vielleicht würden wirtschaftliche Entscheidungen häufiger langfristig gedacht. Vielleicht würden ökologische Risiken früher ernst genommen. Vielleicht würde Macht etwas weniger über Dominanz und etwas mehr über Verantwortung definiert. Und vielleicht – nur vielleicht – würden wir weniger Zeit damit verbringen, Krisen zu reparieren, die wir vorher selbst geschaffen haben.
Claude:
- WIRTSCHAFTLICHKEIT: Langfristig statt kurzfristig. Studien zeigen: Frauen in Führungspositionen treffen tendenziell langfristigere, risikoaversere Entscheidungen. Das Peterson Institute for International Economics analysierte 21.980 Unternehmen weltweit und fand heraus: Firmen mit mindestens 30% Frauen in Führungspositionen steigern ihre Nettogewinnmarge um bis zu 6 Prozentpunkte. Eine von Frauen dominierte Wirtschaft würde wahrscheinlich weniger auf kurzfristige Quartalszahlen und Shareholder-Value setzen, sondern auf nachhaltige Geschäftsmodelle, Stakeholder-Orientierung und soziale Verantwortung. Die Credit Suisse Research Institute belegt in ihrem »Gender 3000 Report«: Unternehmen mit weiblichen CEOs überstehen Krisen besser und zeigen stabilere Performance.
- KLIMAWANDEL: Mehr Ambition, mehr Handeln. Forschung der Yale University zeigt: Frauen nehmen den Klimawandel ernster, sind eher bereit zu handeln und unterstützen ambitioniertere Klimapolitik. In Ländern mit höherer Geschlechtergleichstellung sind die CO₂-Emissionen pro Kopf nachweislich niedriger. Eine Studie der Georgetown University und der University of Leeds kommt zu dem Schluss: Würden Frauen weltweit gleichberechtigt an politischen Entscheidungen teilhaben, wären die Klimaziele des Pariser Abkommens erreichbarer. Eine von Frauen geführte Welt würde wahrscheinlich schneller dekarbonisieren, erneuerbare Energien ausbauen und Klimaanpassung priorisieren – nicht aus Idealismus, sondern aus pragmatischer Risikoabwägung.
- KRIEGE: Weniger Eskalation, mehr Diplomatie. Hier wird es besonders spannend – und kontrovers. Studien der Harvard Kennedy School zeigen: Länder mit höherer Geschlechtergleichstellung führen seltener Kriege und lösen Konflikte häufiger diplomatisch. Das Uppsala Conflict Data Program analysierte Friedensverhandlungen weltweit: Wenn Frauen an Friedensprozessen beteiligt sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Friedensabkommen länger als 15 Jahre hält, um 35%. Bedeutet das, Frauen sind per se friedlicher? Nein. Margaret Thatcher, Indira Gandhi und Golda Meir haben Kriege geführt. Aber: Frauen neigen statistisch zu weniger militärischer Eskalation und mehr kooperativen Lösungen. Eine von Frauen regierte Welt würde wahrscheinlich nicht kriegsfrei sein – aber sie würde Konflikte anders austragen: mit mehr Diplomatie, weniger Ego, mehr Verhandlung, weniger Waffengewalt.
- FAZIT: Eine andere Welt – nicht perfekt, aber anders. Wäre eine von Frauen dominierte Welt ein Paradies? Nein. Macht korrumpiert unabhängig vom Geschlecht. Aber die Evidenz ist klar: Eine Welt mit mehr Frauen in Machtpositionen wäre wirtschaftlich stabiler, ökologisch verantwortungsvoller und wahrscheinlich friedlicher.Die Frage ist nicht, ob Frauen »besser« sind als Männer. Die Frage ist: Können wir es uns leisten, auf die Hälfte der Weltbevölkerung in Entscheidungspositionen zu verzichten?Angesichts von Klimakrise, Artensterben und militärischen Eskalationen lautet die Antwort: Nein.
Noch Fragen?
Quellen von Claude:
https://www.piie.com/publications/working-papers/gender-diversity-profitable-evidence-global-survey
https://www.ubs.com/global/en/wealthmanagement/insights.html#house-view
Ausblick
17. März 2026 - Prof. Dr. Sebastian Seiffert - Wenn über Nacht aus Salzwasser Süßwasser wird!
Rückblick
#128 Karina Frochtmann & Lina Weigel : SDG Scouts - die nächste Generation gestaltet Nachhaltigkeit
Ich spreche mit Karina Forchtmann und Lina Weigel über das SDG-Scouts-Programm. Ein Programm, das junge Menschen in Unternehmen dazu befähigt, die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (SDGs) konkret umzusetzen – und dabei echte Veränderung im Arbeitsalltag zu bewirken.
Das Booklet zum Podcast
NEUESTE Ausgabe jetzt erhältlich!
Das interaktive Flipbook bietet großartige Artikel, Links und Video-Snippets!
Wir widmen uns der Magie der Böden, dem Wunder Wasser, der Verbindung von Klima und Entwicklung, der Frage, wer ESG-Reportings eigentlich liest, und warum es rund um das Thema Nachhaltigkeit derzeit spürbar ruhiger geworden ist. Wir sprechen über Kinder und Finanzen, über nachhaltige Infrastruktur, über Aktivismus und Umweltschutz – und über die Kraft von Menschen, die Verantwortung übernehmen.
Ergänzt wird diese Ausgabe durch zentrale Impulse aus aktuellen Büchern, die für mich mehr als lesenswert sind: Werte. Ein Kompass für die Zukunft von Maja Göpel,
Männer, die die Welt verbrennen von Christian Stöcker sowie Hoffnungslos optimistisch von Dirk Steffens.
GRATIS Ansicht & Download
Hier geht es zum GRATIS Download
Dein Klick unterstützt meine Arbeit!
Vielen Dank!
Vielen Dank für deine Zeit!
Kommentiere, Teile und Like und lass mir gerne beim Podcast ein Abo da!
Das ist dein Boost für meine Arbeit!
Bis nächste Woche
deine Stella

Kommentar schreiben