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Finanzen & Kinder, Trump, Preis einer Frau, Ausblick, Rückblick

Frage des Tages

Um wie viel % teurer sind identische Produkte für Frauen?

5 % - 10 % - 15 % - 20 % - 25 % - 30 %

Die Antwort findest du im Bereich Female Empowerment

Mein Gespräch der Woche

#150 Katja Massing -  Kleine Münzen, große Wirkung - Wie finanzielle Bildung zu Hause beginnt

In dieser Folge spreche ich mit Katja über ein Thema, das mir persönlich sehr am Herzen liegt: die finanzielle Bildung von Kindern. Unter dem Titel »Kleine Münze, große Wirkung«, schauen wir darauf, warum Geldgespräche zu Hause so früh wie möglich beginnen sollten, Katja sagt, am besten schon im Kindergarten.

 

Katja beschreibt, dass die Verschuldung junger Menschen steigt, inklusive zunehmender Privatinsolvenzen, besonders bei Mädchen. Ein wichtiger Grund sei, dass in vielen Familien wenig oder gar nicht über Geld gesprochen wird, oder Geld vor allem negativ besetzt sei. Sätze wie »Geld wächst nicht auf den Bäumen« prägen laut Katja früh das Mindset, sie können Geldängste, Scham und eine Vermeidung von finanzieller Verantwortung bis ins Erwachsenenalter auslösen.

 

Wir sprechen darüber, wie Eltern unabhängig vom Einkommen Finanzkompetenz vermitteln können. Katja betont, dass nicht die Höhe des Einkommens entscheidend ist, sondern der Umgang mit Geld, inklusive Budgetüberblick, Notgroschen und Routinen. Besonders greifbar wird das durch ihre »Drei-Dosen-Strategie«, ausgeben, mittelfristig sparen, langfristig sparen, und durch das Prinzip »Vorleben statt Vortragen«. Für wohlhabendere Haushalte geht es zusätzlich um Demut, Werte und ein Bewusstsein für »Preis versus Wert«, unter anderem durch spielerische Vergleiche im Alltag.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist die digitale Welt. Katja warnt vor dem »Kreditkarteneffekt« und Buy Now, Pay Later, weil das Geldgefühl verloren geht. Ihre klare Empfehlung lautet, Bargeld und praktische Übungen bewusst einzusetzen, damit Kinder Mengen, Summen und Wechselgeld wirklich verstehen.

 

 

Hör doch oder schau doch mal rein! 

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QUICK-CHECK

Laut Trump sind Treibhausgase unschädlich.

Auf was für eine Welt steuern wir zu? Diese Frage stellte ich mir am Freitagmorgen, nachdem die Trump-Regierung zum Wochenende die Aufhebung des »Endangerment Finding« bekannt gegeben hatte. Doch was genau verbirgt sich dahinter?

 

Das »Endangerment Finding« ist eine wissenschaftliche Feststellung der US-Umweltbehörde EPA, der »Environmental Protection Agency«, aus dem Jahr 2009. Grundlage war ein Urteil des US-Obersten Gerichtshofs im Fall »Massachusetts v. EPA« aus dem Jahr 2007. Damals hatte die EPA sechs Treibhausgase, darunter CO₂ und Methan, als »Luftverschmutzung« eingestuft, weil sie die öffentliche Gesundheit und das Gemeinwohl gefährden. Diese Feststellung war entscheidend, um auf Basis des »Clean Air Act« Klima- und Emissionsregeln zu erlassen, etwa für Fahrzeuge und Kraftwerke. Die wissenschaftliche Evidenz war klar: Menschengemachte Treibhausgase tragen zur Erderwärmung bei und erhöhen Risiken durch Hitzewellen, Luftverschmutzung, Infektionskrankheiten und Extremwetterereignisse.

 

Am 12. Februar 2026 verkündete Donald Trump gemeinsam mit dem neuen EPA-Chef Lee Zeldin die Aufhebung dieses Findings. Die Regierung bezeichnet die Feststellung als rechtlich und wissenschaftlich unbegründet und sprach von der »größten Deregulierungsmaßnahme in der US-Geschichte«, die Kosten für Verbraucher senken soll. Für mich ist es ein korrupter Freifahrtschein für eine schwache US-Auto-Industrie. 

Mit der Streichung verliert die EPA faktisch die gesetzliche Grundlage, Treibhausgase unter dem »Clean Air Act« zu regulieren. Das ist ein massiver Einschnitt in die US-Klimapolitik und erhöht die Emissionen in den USA und global.

Barack Obama, Al Gore und viele andere reagierten sofort kritisch. Obama warnte, ohne das »Endangerment Finding« würden die USA »weniger sicher, weniger gesund und schlechter im Kampf gegen den Klimawandel« sein. 

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die diese Kehrtwende rechtfertigen würden, gibt es meiner Meinung nicht. Die Regierung argumentiert hingegen mit Einsparungen von rund 1,3 Milliarden US-Dollar. Ein klarer Nutznießer ist für mich die US-Autoindustrie, doch das habe ich ja bereits gesagt.

 

Was ist mit der US-Autoindustrie eigentlich los? Seit den 1980er-Jahren punkten japanische Hersteller wie Toyota und Honda mit höherer Zuverlässigkeit und besserer Fertigungsqualität auf dem US-Markt. Müssen jetzt wirklich regulatorische Standards gesenkt werden, damit strukturelle Schwächen weniger auffallen?

Ich erinnere mich noch gut an meine Fahrt im Jahr 2009 auf einem US-Highway Richtung Detroit, in einem Kleinwagen von General Motors, zugegeben deutlich zu schnell. Es lagen tausende Reifenfetzen am Straßenrand und ab 120 km/h löste sich plötzlich die Scheibe der Fahrertür leicht aus der Gummidichtung und verursachte beunruhigende Geräusche. Vor Schreck reduzierte ich sofort das Tempo. War das gewollter Qualitätsmangel, damit ich die eigentliche Höchstgeschwindigkeit einhielt?

 

Was mich jetzt aber am meisten umtreibt, ist die Frage: Kann die Aufhebung des »Endangerment Finding« noch gestoppt werden? 

Tatsächlich - Ja! Juristisch und politisch ist sie angreifbar. Mehrere Umweltorganisationen und Bundesstaaten haben bereits Klagen angekündigt. Gerichte könnten eingreifen, wenn die Begründung unzureichend ist, wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert oder Verfahrensregeln verletzt wurden. Der Supreme Court spielt dabei eine zentrale Rolle, denn das Urteil »Massachusetts v. EPA«, oben erwähnt, bildet weiterhin das rechtliche Fundament. Sollte ein Gericht entscheiden, dass diese Rechtsprechung bindend bleibt und die EPA ihre Kehrtwende nicht überzeugend begründet hat, könnte die Maßnahme scheitern. Die heutige konservativere Zusammensetzung des Gerichts macht den Ausgang leider offen. Auch der Kongress könnte politisch eingreifen, allerdings nur mit klaren Mehrheiten. Rechtlich gilt die Entscheidung als angreifbar, weil bisher frühere Versuche gescheitert sind und das wissenschaftliche Fundament der ursprünglichen Feststellung tatsächlich als robust gilt.

 

Quellen:

https://en.wikipedia.org/wiki/Regulation_of_greenhouse_gases_under_the_Clean_Air_Act#EPA_endangerment_findings

https://nypost.com/2026/02/12/us-news/trump-lee-zeldin-announce-largest-deregulatory-action-in-american-history/

https://www.washingtonpost.com/climate-environment/2026/02/12/endangerment-finding-repeal/

Female Empowerment

Der Preis eine Frau zu sein

Im Moment lese ich das Buch »Die Krise liebt Frauen wie dich« von Natascha Wegelin, alias Madame Moneypenny. Im zweiseitigen Kapitel »Der Preis, eine Frau zu sein« musste ich kurz schlucken. Ehrlich gesagt passiert mir das immer wieder, während ich dieses Buch lese.

In diesem Abschnitt geht es um die Preise des täglichen Lebens. Madame Moneypenny erklärt, dass Inflation zwar alle betrifft, aber eben nicht alle gleich, denn wir konsumieren unterschiedlich. Für mich zunächst logisch. Menschen haben je nach Ausgabeverhalten also unterschiedliche persönliche Teuerungsraten. Wer sein Einkommen überwiegend für Grundbedürfnisse wie Nahrung, Miete, Energie, Pflegeprodukte oder Kinderkleidung ausgibt, was Frauen, Mütter und Alleinerziehende häufig tun, spürt die Inflation besonders stark.

 

Und aus dem Nichts kommt noch das »Gender Pricing« ins Spiel. Was bedeutet das? Produkte und Dienstleistungen für Frauen sind oft teurer als nahezu identische Angebote für Männer. Diese Preisdifferenz wird auch als »Pink Tax« bezeichnet, also als geschlechtsspezifische Preisdiskriminierung. Eigentlich wissen wir das doch alle, oder? Fällt dir gerade ein Produkt oder eine Dienstleistung ein? Ich sage nur Rasierer oder Friseur. Allein eine andere Farbe ermöglicht Unternehmen Preisaufschläge von 20 bis 30 Prozent. 

 

Darf das denn sein, frage ich mich. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz stellt zwar klar, dass Preisunterschiede nicht allein auf dem Geschlecht der Zielgruppe basieren dürfen. Doch wie sieht der Alltag aus? Ich halte kurz inne.

Hinzu kommt, wie Madame Moneypenny betont, wie deutlich geringer nach der Coronapandemie die Wahrscheinlichkeit war, als Frau im Vergleich zum Mann eine Gehaltserhöhung über der Inflationsrate zu erhalten.

 

Es wirkt so offensichtlich und wird dennoch einfach still akzeptiert. Das sind doch Spielregeln, die fast dazu einladen, sie zu durchbrechen. Madame Moneypenny hat dazu eine ebenso einfache wie kluge Idee: einfach den blauen Rasierer kaufen und staunen, dass er genauso funktioniert.

 

https://madamemoneypenny.de/

Ausblick

24. Februar 2026 - Alejandro Álvarez von Gustedt - Nachhaltigkeit und Philanthropie

Rückblick

#120 Prof. Dr. Susanne Rank - Der Weg zur nachhaltigen Exzellenz: Mitarbeitende und Führungskräfte als ESG-Treiber

In dieser Episode spreche ich mit Susanne über die Rolle von Mitarbeitenden und Führungskräften als zentrale Akteure auf dem Weg zu nachhaltiger Exzellenz. Wir sprechen über  Chancen und Stolpersteine der nachhaltigen Transformation – von Mitarbeiterengagement und Weiterbildung bis zur Vorbildfunktion von Führungskräften.

https://podcasts.apple.com/de/podcast/120-prof-dr-susanne-rank-der-weg-zur-nachhaltigen-exzellenz/id1682453395?i=1000718398829

Booklet - das Magazin zum Podcast

Das aktuelle Booklet (interaktives Flipbook) ist wieder eine wunderschöne Zusammenstellung spannender Artikel! Wir haben großartige Themen über 

  • Frauen und Finanzen, 
  • was Mikrofinanz für Frauen auf dieser Welt tut, 
  • wie die aktuelle Lage der nachhaltigen Geldanlage in Zeiten von Rüstungsinvestitionen ist, was der Finanzbereich in der Biodiversität bewirkt, 
  • wie geopolitische Einflüsse auf Finanzmärkte wirken und 
  • wir werfen einen Blick auf die Arbeit von der LIFE Klimastiftung und UNICEF. 

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