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Strom / Treibhausgasemissionen / nachhaltige Geldanlage / Digitalisierung / Haltung im Leben

Frage des Tages

Auf wieviel Treibhausgasemissionen müssten wir bis 2030 reduzieren, um 1,5 Grad zu halten, wenn wir heute 53,2 GtCO₂e produzieren?

10 - 20 - 25 - 35 - 45

Die Antwort findest du im Quick-Check

Mein Gespräch der Woche

#148 - Tim Meyer - sein Buch: STROM - über Nostalgie, Zukunft und warum der Markt längst entschieden hat

In dieser Folge spreche ich mit Tim Meyer über sein aktuelles Buch und wir werfen einen Blick auf den Energiemarkt, E-Mobilität und die Herausforderungen der Automobilindustrie und ordnen ein, wo wir aktuell in der aktuellen Energie-Revolution stehen.

Wir sprechen über die Effizienz von Elektroautos, Chinas technologische Dominanz in CleanTech, die wachsende Bedeutung dezentraler Energieerzeugung sowie den Einfluss von Politik und Marktkräften auf die Energiewende. Auch der steigende Energiebedarf durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle.

In Themen wie Klimakosten, Batterietechnologien, Extremwetterereignisse und die Frage, was realistisch machbar ist, technisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich steigen wir ein und zeigen spannende Lösungen auf. Und mir wird klar, dass es in der Energiewende nicht nur Technologie, sondern auch ein angepasstes Mindset braucht.

 

Meine Takeaways

  • Der Verbrennungsmotor ist ein technisches Meisterwerk, trotzdem wird er nicht gerettet, denn die Elektromobilität setzt sich durch.
  • Die Batterietechnik entwickelt sich rasant und ist kostengünstig.
  • Digitalisierung muss Hand in Hand mit der Energiewende gehen.
  • Industrieprozesse wie Schifffahrt und Flugverkehr sind schwer zu elektrifizieren.
  • eFuels sind ineffizient und nicht die Lösung für den Straßenverkehr.
  • Carbon Capture ist in der Industrie notwendig, aber nicht für Kraftwerke geeignet.
  • Ein positives Mindset ist entscheidend für die Akzeptanz der Energiewende.

 Hör doch oder schau doch mal rein! 

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QUICK-CHECK

Klimakrise und KI - Welches Potential steckt dahinter?

Auf der Suche nach belastbaren Studien zum Thema KI und Klimaschutz habe ich mich heute auf einen Artikel von www.nature.com konzentriert: »Green and intelligent: the role of AI in the climate transition«.

Bevor wir über mögliche Emissionsreduktionen durch KI sprechen, lohnt sich ein Blick auf die Ausgangslage. Laut aktuellen Schätzungen lagen die globalen Treibhausgasemissionen 2024 bei rund 53,2 GtCO₂e – ein historischer Höchstwert mit weiter steigender Tendenz. Klimamodelle zeigen jedoch, dass für eine Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 °C die jährlichen globalen Emissionen bis 2030 auf etwa 25–30 GtCO₂e sinken müssten, also auf deutlich weniger als die Hälfte des heutigen Niveaus ((Quelle: https://www.ipcc.ch/sr15/).

Die untersuchte Studie kommt zu dem Ergebnis, dass KI-Anwendungen in den drei Sektoren Energie, Ernährung und Mobilität die globalen Emissionen bis 2035 um 3,2–5,4 GtCO₂e pro Jahr senken könnten. Bezogen auf das heutige Emissionsniveau entspricht das einer Reduktion von rund 6–10 %.

 

Konkret zeigt sich das Potenzial in mehreren Bereichen:

  • Im Energiesektor könnte KI durch intelligentes Netzmanagement und präzisere Prognosen Emissionen um bis zu 1,8 GtCO₂e jährlich reduzieren.
  • Im Ernährungssektor könnten durch KI beschleunigte Entwicklungen bei alternativen Proteinen Einsparungen von 0,9–3,0 GtCO₂e erzielt werden.
  • Im Mobilitätsbereich könnten KI-optimierte Shared-Mobility-Systeme und effizientere Elektrofahrzeuge 0,5–0,6 GtCO₂e einsparen.

 

Diese Einsparungen sind relevant, bleiben jedoch isoliert betrachtet nur ein Teil der globalen Herausforderung. Positiv ist, dass sie laut Studie die zusätzlich erwarteten Emissionen aus dem steigenden Energieverbrauch von Rechenzentren – geschätzt 0,4–1,6 GtCO₂e – übertreffen könnten. Netto hätte KI damit das Potenzial, mehr Emissionen zu vermeiden, als sie selbst verursacht.

 

Entscheidend ist jedoch: Diese Wirkung entfaltet sich nicht automatisch. Sie hängt maßgeblich davon ab, wie digitalisierte Prozesse gesteuert, reguliert und überwacht werden. Technologie allein senkt keine Emissionen. Politische Rahmenbedingungen, unternehmerische Entscheidungen und gesellschaftliche Prioritäten bestimmen, ob KI tatsächlich im Sinne des Klimaschutzes eingesetzt wird. Ohne klare Regeln für Energieeffizienz, Transparenz und die Stromversorgung von Rechenzentren kann Digitalisierung sogar zusätzliche Emissionen erzeugen.

Am wirksamsten ist KI dort, wo sie in integrierte, sektorenübergreifende Systeme eingebettet ist und durch verantwortungsvolle Governance begleitet wird. Kurz gesagt: KI kann ein wichtiger Katalysator für Emissionsreduktionen sein – aber kein Selbstläufer. Ihre Klimawirkung ist so gut wie die Rahmenbedingungen, die wir ihr geben.

Female Empowerment

Wie fange ich mit der nachhaltigen Geldanlage an?

Ich habe mal wieder in Studien gestöbert, um dieser Frage nachzugehen. Tatsache ist, dass Frau es einfach machen muss und nicht im Überlegen und Zögern sich verlieren. Trotzdem gibt es 5 Punkte, die wichtig sind, wie ich gut durchstarten kann.

 

1. Schritt: Verständnis für nachhaltige Investments entwickeln - Frauen legen oft Wert auf ethische, soziale und ökologische Wirkung – das kann ein starker Motivator sein.

Finanzwissen und Risikokompetenz sind leider immer noch oft zentrale Barrieren. Da hilft  nur sprechen, Erfahrung austauschen, und Bildung und Beratung suchen. Wird erstmal über die Geldanlage gesprochen, können wunderschöne Erkenntnisse entstehen.

 

2. Schritt: Klare, transparente Produkte wählen

Investitionen in Fonds mit klarer Sustainability- oder Transition-Kennzeichnung werden dabei tendenziell eher gewählt. Das ist auch ein guter Anfang, ohne, dass ich mich in die Tiefe einarbeiten muss. Trotzdem ist es wichtig, sich Gebühren und die Performance der Fonds anzuschauen. Das FNG-Siegel kann hier helfen. (https://fng-siegel.org/fng-siegel-2026/)

 

3. Schritt: Persönliche Ziele und Werte definieren

Nachhaltige Anlagen funktionieren besonders gut, wenn sie zu persönlichen Werten passen z. B. Umwelt, soziale Gerechtigkeit oder Gender-Themen. Und es ist ein spannender Prozess, sich mit den eigenen Werte mal zu beschäftigen und für sich klar zu definieren.

 

4. Schritt: Beratung nutzen

Studien zeigen, dass Frauen öfter Beratung wünschen und dass passende Beratung ihre Teilnahme am nachhaltigen Investmentmarkt deutlich erhöht. Tja, mir sagte mal ein Banker, dass Frauen, alle kostenlosen Beratungen nutzen würden, aber dann doch nichts machen. Stimmt das? Was heißt das? Unsicherheit? Lieben wir kostenlose Beratungen? Vielleicht sehen wir noch nicht, wie wichtig die finanzielle Gleichstellung ist. 

 

5. Schritt: Kleine Starts und langfristige Perspektive

Beginne mit kleinen, regelmäßigen Beträgen (z. B. Sparplänen), um Erfahrung und Selbstvertrauen aufzubauen (empirisch oft erfolgreicher als einmalige große Entscheidungen). Dieser Punkt wird durch mehrere Studien zu Anlegerverhalten und Risikowahrnehmung untermauert und was soll ich sagen, am Ende belegen auch Studien, dass wir Frauen dann eine bessere Performance erwirtschaften als Männer! 

Also dann würde ich mal sagen! Ab in ein Finanzportal und etwas stöbern! Ein Finanz-Freitag!

 

Quellen:

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=5777565

https://www.researchgate.net/publication/380121657_Gender_Differences_in_Knowledge_Experience_and_Preference_of_Sustainable_Investments

https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=5777565

https://www.emerald.com/ijbm/article-abstract/doi/10.1108/IJBM-12-2024-0765/1307298/Why-do-individuals-invest-sustainably-A?redirectedFrom=fulltext

https://www.swisslife.de/ueber-swiss-life/medienportal/news/2023/23-07-21-nachhaltige-finanzen-frauen.html

Ausblick

10. Februar 2026 - Volker Quaschning - Chancen & Grenzen von Photovoltaik, Energiespeicher und Sektorenkopplung

Rückblick

#108 Der Fußabdruck der Digitalisierung (Zwei Podcastformate, eine Episode in zwei Teilen - Teil 1 von 2)

Sebastian Flock und sprechen über die ökologischen Auswirkungen der Digitalisierung und den dringenden Handlungsbedarf für digitale Nachhaltigkeit. Aus zwei Podcasten machen wir einen. Es geht um die Mengen an Energie, Wasser und Ressourcen der Digitalisierung.

https://podcasts.apple.com/de/podcast/108-der-fu%C3%9Fabdruck-der-digitalisierung-zwei-podcastformate/id1682453395?i=1000705352439

 

#109 Dr. Marlene Waske und Martin Künzler: Ohne Werte keine Veränderung - warum Haltung zählt!

Ich spreche mit Dr. Marlene Waske und Martin Künzler über ein zentrales Thema unserer Zeit: Werte und Haltung – persönlich, politisch und wirtschaftlich. Spannend für mich war wieder zu erkennen, dass Nachhaltigkeit keine rein technische oder wirtschaftliche Frage ist, sondern vor allem eine Haltungsfrage.

https://podcasts.apple.com/de/podcast/109-dr-marlene-waske-und-martin-k%C3%BCnzler-ohne-werte/id1682453395?i=1000706467129

Booklet - das Magazin zum Podcast

Das aktuelle Booklet (interaktives Flipbook) ist wieder eine wunderschöne Zusammenstellung spannender Artikel! Wir haben großartige Themen über 

  • Frauen und Finanzen, 
  • was Mikrofinanz für Frauen auf dieser Welt tut, 
  • wie die aktuelle Lage der nachhaltigen Geldanlage in Zeiten von Rüstungsinvestitionen ist, was der Finanzbereich in der Biodiversität bewirkt, 
  • wie geopolitische Einflüsse auf Finanzmärkte wirken und 
  • wir werfen einen Blick auf die Arbeit von der LIFE Klimastiftung und UNICEF. 

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