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Grenzen und Chancen von Photovoltaik, Energiespeicher als Anlageidee, neues Narrativ für Nachhaltigkeit, Geldanlage in der Menopause

Frage des Tages

Wo lag die Speicherkapazität in Deutschland in 2025?

4 GWh - 14 GWh - 24 GWh - 34 GWh - 44 GWh

Die Antwort findest du im Quick-Check

Mein Gespräch der Woche

#149 - Volker Quaschning - Chancen & Grenzen von Photovoltaik, Energiespeicher und Sektorenkopplung

Volker Quaschning ist Deutschlands bekanntester Experte für erneuerbare Energie und die Energiewende. Seit 2004 ist er Professor für Regenerative Energiesysteme an der HTW Berlin.

 

Er ist Autor mehrerer Standardwerke zu erneuerbaren Energien, vielfach ausgezeichnet für Wissenschaftskommunikation, Träger des Deutschen Solarpreises und Mitinitiator von Scientists for Future. Heute prägt er die öffentliche Debatte zur Energiewende als Wissenschaftler, Autor, Podcaster und einer der bekanntesten Stimmen für erneuerbare Energien im deutschsprachigen Raum. Im heutigen Gespräch tauchen wir in die Photovoltaik, Speicher und dezentrale Energieversorgung ein und Volker erklärt, warum die Energiewende nicht nur eine Klimafrage ist, sondern eine Frage von Sicherheit, Unabhängigkeit und Zukunftsfähigkeit Europas.

 

Volker macht deutlich, dass fossile Energien nicht nur wegen des Klimas an ihr Ende kommen, sondern weil sie endlich sind und Europa in gefährliche Abhängigkeiten treiben. Energieunabhängigkeit ist für ihn ein strategisches Zukunftsthema – für kommende Generationen ebenso wie für politische Stabilität. Besonders eindrücklich war seine Einordnung zu den Kosten:

 

Solar- und Windenergie sind heute günstiger als fossile Energieträger – selbst wenn Speicher mitgedacht werden. Dass fossile Energien dennoch dominieren, liegt nicht an der Wirtschaftlichkeit, sondern an Subventionen, politischen Versäumnissen und alten Denkmodellen.

Wir sprechen auch über die dezentrale Energiewelt, in der Menschen nicht nur Verbraucher, sondern Produzentinnen und Produzenten werden. Diese Demokratisierung von Energie schafft Akzeptanz, Resilienz und neue wirtschaftliche Chancen – fordert aber auch ein Umdenken in Politik, Netzen und Regulierung. Für Volder ist die Energiewende machbar. Entscheidend sind Bildung, Aufklärung und gesellschaftliche Beteiligung. 

 

Meine Takeaways

  • Erneuerbare Energien sind keine Klimafrage mehr, sondern eine Sicherheitsfrage.
  • Solar- und Windenergie sind heute die günstigsten Energieformen – inklusive Speicher.
  • Dezentrale Energie macht das System demokratischer und resilienter.
  • Die eigentliche Grenze ist nicht physikalisch, sondern politisch und mental.
  • Europa hätte die Kraft zur Energieunabhängigkeit – wenn es strategisch handelt.

 

Hör doch oder schau doch mal rein! 

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QUICK-CHECK

Energiespeicher

Ich habe mir mal die aktuellen Zahlen zum Thema Energiespeicherung und dezentrale Energieversorgung angesehen, weil hier ein zentraler Hebel für die Energiewende liegt. Denn Wind- und Solarenergie wachsen zwar schnell, aber ihre Stromproduktion ist wetterabhängig, und genau deshalb wird die Frage der Speicherung immer entscheidender.

Europaweit ist der Markt inzwischen deutlich in Bewegung: Laut SolarPower Europe wurden 2025 rund 27,1 GWh neue stationäre Batteriespeicher installiert, ein neuer Rekord. Auch in Deutschland wächst die Speicherlandschaft stark. Laut PV Magazine lag die installierte stationäre Batteriespeicher-Kapazität 2025 bei rund 24 GWh, allein im Vorjahr kamen etwa 6,57 GWh hinzu. Parallel zeigt sich, wie stark das Thema im Alltag angekommen ist: Deutschland zählt inzwischen nahezu zwei Millionen Batteriespeichersysteme, die sowohl privat als auch industriell genutzt werden.

 

Besonders spannend finde ich dabei die Rolle der dezentralen Speicher, vor allem in Kombination mit Photovoltaik. Denn sie ermöglichen es Haushalten und Unternehmen, überschüssigen Solarstrom lokal zu speichern und später selbst zu nutzen. Studien der HTW Berlin zeigen, dass dezentrale PV-Speichersysteme den Strombedarf in Wohngebäuden in vielen Fällen zu einem großen Teil abdecken können, wodurch Abhängigkeiten von zentralen Versorgungsstrukturen sinken und gleichzeitig Netze entlastet werden.

Trotz dieser positiven Entwicklung ist aber auch klar: Speicher sind aktuell noch nicht in der Größenordnung vorhanden, die langfristig notwendig wäre, um große Schwankungen vollständig zu kompensieren. Neben dem weiteren Ausbau sind deshalb vor allem Netzanschlüsse, regulatorische Rahmenbedingungen, Digitalisierung und intelligente Steuerung entscheidend, damit Energiespeicher ihr volles Potenzial als Stabilitäts- und Flexibilitätsfaktor entfalten können.

Quellen:

 

SolarPower Europe, EU Battery Storage Market Review 2025

https://www.solarpowereurope.org/insights/outlooks/eu-battery-storage-market-review-2025-1/detail

SolarPower Europe, European Market Outlook for Battery Storage 2025–2029

https://www.solarpowereurope.org/insights/outlooks/european-market-outlook-for-battery-storage-2025-2029/detail

PV Magazine, Germany adds 6.57 GWh of battery storage in 2025, total hits 24 GWh

https://www.pv-magazine.com/2026/01/12/germany-adds-6-57-gwh-of-battery-storage-in-2025-total-hits-24-gwh/

ESS News, German battery storage reaches 22.1 GWh at halfway point of 2025

https://www.ess-news.com/2025/07/18/german-battery-storage-reaches-22-1-gwh-at-halfway-point-of-2025/

HTW Berlin, Studie »Dezentrale Solarstromspeicher« (PDF)

https://solar.htw-berlin.de/wp-content/uploads/HTW-Studie-Dezentrale-Solarstromspeicher.pdf

Female Empowerment

Wie investiert man eigentlich in Speicher und Erneuerbare, ohne sich zu verzetteln?

Wenn ich mir das Thema Energiespeicherung und erneuerbare Energien anschaue, wird mir schnell klar: Wir sprechen nicht von einem einzelnen Markt, sondern von einer ganzen Wertschöpfungskette. Ist das nicht eine spannende Investment-Option? Der beste Investment-Ansatz ist dabei selten »die eine Aktie«, sondern eher eine durchdachte Strategie. Denn Speicher und Erneuerbare sind ein Zukunftsthema, aber eben auch volatil, politisch geprägt, und in manchen Segmenten stark zyklisch. Wer hier investiert, braucht nicht nur Überzeugung, sondern auch Struktur, und manchmal gute Nerven.

 

Für viele ist deshalb ein ETF-first-Ansatz der sauberste Einstieg. Ein breit gestreuter Clean-Energy-ETF, der die Energiewende insgesamt abdeckt, also Erzeugung, Infrastruktur, Zulieferer und Netze, kann ein sinnvoller Basisbaustein sein. Zusätzlich können ETFs, die gezielt auf Speicher, Batterien und Energieinfrastruktur setzen, der zweite Baustein in der Strategie sein. So entsteht eine Grunddiversifikation, ohne dass ich jedes Einzelrisiko selbst tragen muss. Das macht vor allem dann Sinn, wenn ich langfristig investieren will, und mir bewusst ist, dass solche Themen-ETFs zwischendurch auch sehr deutlich schwanken können, nach oben (Hurra!), und nach unten (Oh nein!).

 

Spannend ist aber auch die Welt der aktiv gemanagten Fonds. Dahinter stehen Menschen, die mir die Arbeit abnehmen, einzelne Werte zu analysieren, Entwicklungen einzuordnen und Schwerpunkte bewusst über oder unterzugewichten. Der Vorteil ist, dass Fondsmanagerinnen und Fondsmanager oft flexibler zwischen Teilsegmenten wechseln können, etwa von Solar über Netze zu Speicher, und Risiken besser steuern. Der Nachteil: aktive Fonds sind meist teurer in der Gebühr, und man muss dem Management vertrauen.

 

Wer dagegen Spaß an Einzeltiteln hat, kann Speicher und Erneuerbare auch direkt über Aktien spielen. Spannend wären dabei Unternehmen, die Netze und Power-Elektronik liefern, Speicherprojekte integrieren oder erneuerbare Energieanlagen betreiben oder entwickeln. Beispiele entlang dieser Kette sind ABB (Big Cap, Netze, Power-Elektronik), Schneider Electric (Big Cap, Energiemanagement, Netz, Industrie), Iberdrola (Big Cap, Erneuerbare, Netze, Speicherprojekte), Vestas (Mid Cap, Wind, Profiteur des Ausbaus) und SMA Solar (Small Cap, Wechselrichter, Systemtechnik). Wichtiger Hinweis: Das ist keine Anlageempfehlung, sondern dient ausschließlich der Information!!!

 

Mein Fazit: Wer in Speicher und Erneuerbare investieren will, muss nicht perfekt sein, und auch nicht jeden Technologie-Detailgrad verstehen. Wichtig ist, die Logik zu begreifen. Speicher sind die Infrastruktur, die Wind und Solar überhaupt erst verlässlich macht. Und wer Infrastruktur versteht, versteht Wertschöpfung. Für mich ist das deshalb nicht nur ein Nachhaltigkeitsthema, sondern ein echtes Vermögens- und Zukunftsthema, gerade auch für Frauen.

Ausblick

17. Februar 2026 - Katja Massing -  Kleine Münzen, große Wirkung - Wie finanzielle Bildung zu Hause beginnt

Rückblick

#102 Lukas Vogt - Brauchen ESG, Nachhaltigkeit, Impact & Co. ein neues Narrativ?

Brauchen ESG, Nachhaltigkeit und Co. ein neues Narrativ? Geht es hier nur um Worte oder Inhalte? Ist ESG nur eine bürokratische Pflicht oder treibt sie echte Veränderung voran? Brauchen wir ein neues Narrativ, um Nachhaltigkeit wirkungsvoller zu gestalten?

https://podcasts.apple.com/de/podcast/102-lukas-vogt-brauchen-esg-nachhaltigkeit-impact-co/id1682453395?i=1000699589385

 

#115 Female Finance (1) : Was hat die Menopause mit meiner Geldanlage zu tun?

In dieser Solofolge gehe ich durch fundierten Fakten, die aufzeigen, warum finanzielle Selbstbestimmung gerade in dieser Lebensphase essentiell ist. Es geht um Rentenlücken, emotionale Umbrüche, Care-Arbeit und die große Frage: Wie frei bin ich eigentlich – auch finanziell?

https://podcasts.apple.com/de/podcast/115-female-finance-1-was-hat-die-menopause-mit-meiner/id1682453395?i=1000713181030

Booklet - das Magazin zum Podcast

Das aktuelle Booklet (interaktives Flipbook) ist wieder eine wunderschöne Zusammenstellung spannender Artikel! Wir haben großartige Themen über 

  • Frauen und Finanzen, 
  • was Mikrofinanz für Frauen auf dieser Welt tut, 
  • wie die aktuelle Lage der nachhaltigen Geldanlage in Zeiten von Rüstungsinvestitionen ist, was der Finanzbereich in der Biodiversität bewirkt, 
  • wie geopolitische Einflüsse auf Finanzmärkte wirken und 
  • wir werfen einen Blick auf die Arbeit von der LIFE Klimastiftung und UNICEF. 

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